Ernte der Kürbisfrüchte

Die Erntezeit von Kürbissen beginnt je nach Sorten von Mitte August bis Ende Oktober. Bei den Gruppen der " Summer Squash ", " Winter Squash " und den" Gourds "kann ab Mitte bis Ende August mit der Ernte begonnen werden. Der letzte Pflücktermin für diese drei Gruppen ist ca. zwei bis drei Tage vor dem Erntedankfest, da es bei späteren Ernten zu Absatzproblemen kommt. Mit dem Pflücken der " Pumpkins " (Halloweenkürbisse) wird Anfang Oktober begonnen. Bei dieser Gruppe ist der letzte Erntetermin zwei Tage vor Halloween also am 29.10. Für eine lange Haltbarkeit ist es wichtig, dass mit den Kürbissen behutsam umgegangen wird. Nach Möglichkeit sollten nur gesunde und ausgereifte Früchte geerntet werden. Beschädigungen sind zu vermeiden, da es schnell zu Fäulnisprozessen kommen kann. Bei den Halloween- und Speisekürbissen sollte der Stengel fünf bis zehn Tage vor der Ernte durchgetrennt werden, damit die Frucht richtig ausreift und ein gutes Aroma bekommt Die kleinwüchsigen Sorten werden gepflückt, und die großen 10-15cm vor der Frucht abgeschnitten.
Dicke Kürbisse dürfen nie am Fruchtstiel getragen werden, da er leicht abbricht und die Wunde rasch an zu faulen fängt. An den geernteten Früchten haften oft Erdkrümel, in denen sich Bak-terien und Pilze verstecken und die sich bei Schwachstellen auf der Fruchtoberfläche rasch entwickeln. Die Früchte werden deshalb nach der Ernte sorgfältig mit einem Hochdruckreinigungsgerät bei 40 bar in den Kisten gereinigt. Durch Fröste, die Ende Oktober auftreten, kann der Kürbis nicht beschädigt werden.

Verschiedene Ernteverfahren:
Die verschiedenen Ernteverfahren hängen zum einen von der Größe der Früchte ab, und zum anderen, wie groß die angebaute Fläche ist. Man sollte vielleicht kurz erwähnen, dass in der Steyrmark auf sehr großen Flächen der steirischer Ölkürbis angebaut wird. Aus dieser Art von Kürbis wird sehr hochwertiges Kürbiskernöl gewonnen. Da man für ein Liter Kürbiskernöl ca. 2,2-2,4 kg Kerne benötigt, ist es leicht vorstellbar, in welchen Mengen diese Frucht angebaut wird. Damit solche riesigen Flächen rationell beerntet werden können, wurde 1992 in der Weststeyrmark der erste zapfwellenbetriebene Vollernter entwickelt (siehe Foto). Dazu muss vor der Ernte ein dafür umgebauter Schneepflug die Kürbisse schwadförmig in Bahnen zusammenschieben, sodass der Vollernter immer eine Bahn aufnehmen kann. Auf der Maschine befindet sich eine Quetschtrommel mit konischem Einzug, der die Früchte zerteilt. Als nächstes laufen die geteilten Früchte durch eine Siebtrommel mit Reinigungsbürsten und einer Absaugvorrichtung, die die Kerne vom Fruchtfleisch trennt. Bei modernen Maschinen ist der Ernteverlust inzwischen auf weniger als 10 % reduziert.
Im Rheinland und in anderen Gegenden, wo die Anbauflächen deutlich kleiner sind und der Kürbis zum Essen bzw. zur Dekoration verwendet wird, ist das Ernten von Hand oder mit Hilfe eines Gurkenfliegers die am häufigsten angewandte Erntemethode. Auf kleinen Kürbisfeldern wird in der Regel nur von Hand geerntet, da die Anschaffung eines Gurkenfliegern zu teuer ist. Das Pflücken kann sortenweise, aber auch gemischt erfolgen. Nach dem Ernten werden die Kürbisse vorsichtig in eine Schubkarre gelegt und zu einem zentralen Sammelplatz auf dem Feld gebracht. An diesem Ort kommen sie sofort je nach Größe zu zwölft oder einzeln in Kisten oder Wassersteigen und werden dann auf Karren verladen, die mit Hilfe eines Traktor auf das Feld gebracht werden. Pro Stunde können von einer Person ca.590 - 610 kleinfrüchtige, oder 70 -80 großfrüchtige Kürbisse geerntet werden.
Ab einer Größe von ca. 4 ha ist der Einsatz von kleineren Gurkenfliegern in der Praxis üblich. Auf einem vom Traktor gezogenen Anbaugerät mit Auslegern liegen ca. 16-20 Erntehelfer, die ein bis zwei mal die Woche den gesamten Bestand im Schneckentempo überfliegen und dabei von Hand ernten. Die gepflückten Früchte werden auf ein Fließband gelegt und anschließend in eine große Kiste befördert. Der Nachteil bei diesem Ernteverfahren ist, dass die Kürbisse be-schädigt werden können, wenn sie aus einem Meter Höhe in die Kisten fallen. Pro Tag legt der Gurkenflieger etwa 180 Meter zurück. Das Verpacken läuft genauso wie bei der vorherigen Erntemethode.

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