Heidepflanzen


Was man alles über Heide wissen muß

Die Gruppe der Sommerheide ( Calluna vulgaris ), deren Blüten sich nicht öffnen, sondern im Knospenstadium verbleiben, nennt man Knospenblüher. Die Knospen entwickeln sich später als bei anderen Sorten, daher sollte man sie eigentlich Herbstheide nennen. Da die Insekten die Knospen nicht bestäuben können, verwelkt die 'Blüte' nicht und es entwickelt sich kein Samen. Die ganze Kraft der Pflanze kommt der Entwicklung, Farbausprägung und der Haltbarkeit der Pflanze zugute. 
Das Äußere der Knospen wird durch die Kelchblätter gebildet, diese sind bekanntermassen sehr widerstandsfähig gegen die Unbilden der Natur. Deshalb können die Blüten der Knospenblüher auch lange regnerische Tage und Fröste bis -10°C ertragen.
Im Oktober / November ist die 'hohe' Zeit der Knospenblüher. Normale Blüten wären durch das Wetter schon längst verblüht und unansehnlich.
Geradezu ideal ist diese Gruppe zur Bepflanzung von Balkonkästen, Kübeln, Schalen und Gräbern geeignet, da im Oktober gerade die Blütezeit der Sommerblumen zur Neige geht. Die Neubepflanzung hält den ganzen Winter durch, wobei die Farbe der Knospen im Laufe des Winters verblasst.

Rückschnitt
Um dichte, ansehnliche Blüten zu erhalten wird empfohlen jedes Jahr die Pflanze unter den letztjährigen Blütentrieben zu beschneiden. Geschnitten wird ab Mitte April bis etwa Mitte Mai.


Pflanzzeit
Die meisten Heidepflanzen werden im Herbst von September bis November und im Frühjahr von März bis Mai in Gärten und Gefäße gesetzt. Je trockener der Standort im Sommer ist, desto früher sollte die Pflanzung zum besseren Einwurzeln erfolgen.

Düngung
Die Düngung erfolgt im April / Mai nach den Rückschnitt mit 25 g/m² choridarmen, mineralischem Volldünger oder 50g/m² organisch-mineralischem Dünger ( z.B. Hornspäne ) im Bereich des Wurzelballens.

Pflanzung
Die Heidearten sollten nach dem Kauf alsbald gepflanzt werden. Den Wurzelballen bitte vorher in Wasser tauchen. Das Pflanzloch mit einer Pflanzschaufel so tief ausheben, daß der Wurzelballen dünn mit der Gartenerde bedeckt wird. Dann kräftig andrücken, damit die vorhandenen Wurzeln 'Bodenschluß' bekommen. Für eine dauerhafte Pflanzung brauchen Sie bei stark wachsenden Sorten 7 bis 10 Pflanzen pro m² und 10 bis 15 Stück bei schwach wachsenden Arten oder Sorten. Für eine saisonale Gefäß- oder Beetbepflanzung ist eine dichtere Anordnung zu empfehlen.

Winterschutz
Bei starkem Frost und intensiver Sonne, besonders im Februar / März, können an den empfindlichen Heidearten ( Grauheide, irische Glockenheide und Cornwallheide ) Schäden entstehen. Durch Zwischenstecken von Tannenzweigen kann man diese Arten gegen Frostschäden schützen. Auch Vliese und Schutznetze sind dafür geeignet.

Pflanzplatz
Der Platz sollte möglichst sonnig und luftig sein. Der Boden sauer, also einen ph-Wert zwischen 4 und 5,5 haben. Die Schneeheide und Englische Heide vertragen auch einen etwas kalkhaltigen Boden bis ph 7. Heide verträgt keinen stark verdichteten Boden und daraus folgende Staunässe. Mit eingearbeitetem Sand, Rindenkompost oder Torf lässt sich ein Boden auflockern. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Gartenfachmann.

Pflanzenschutz
Der beste Schutz ist der richtige Standort und die richtige Pflege. Zur Pflege gehört das Gießen bei langer Trockenheit. Dabei sollte morgens gegossen werden, damit die Triebe schnell wieder abtrocknen. Dies hilft, einen möglichen Pilzbefall zu vermeiden. Sollten trotzdem noch eine Pilzkrankheit oder tierische Schädlinge auftreten, fragen Sie Ihren Gartenfachmann.

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